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Rheinland-Pfalz gegen Rechtsextremismus
Arbeitshilfe "Courage! Für Vielfalt und Toleranz"

Die Arbeitshilfe "Courage! Für Vielfalt und Toleranz" ist eine Informationsbroschüre über Rechtsextremismus. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Rheinland-Pfalz und Hessen hat die Arbeitshilfe nun in zweiter Auflage veröffentlicht. Damit reagiert der Jugenddachverband auf die neuen Strategien der rechtsextremen Parteien und deren Jugendorganisationen. Ziel ist, aufzuklären, was hinter den scheinbar attraktiven Angeboten steckt, die die neuen, „netten Nazis“ machen, wenn sie zum Beispiel kostenlose Schulhof-CDs verteilen.
Die Arbeitshilfe richtet sich an ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit und kann bei Gruppenstunden, Workshops oder Veranstaltungen eingesetzt werden. Sie ist in die drei Kapitel Wissen, Sehen und Handeln unterteilt:
„Wissen“ informiert über Neonazis, ihr Gedankengut und ihre Ziele.
In „Sehen“ geht es darum, neonazistische Symbole, Modelabels und rechtsextreme Musik zu erkennen und zu verstehen.
Mit den 17 Methoden in „Handeln“ können Gruppen- und Workshopleiter/innen zu Themen wie Toleranz, Wahrnehmung, Diskriminierung, Identität oder Nationalstolz arbeiten. Außerdem gibt es Anlaufstellen für weitere Hilfe, Literaturtipps und Ideen von anderen Aktionen zum Nachmachen.
Die Broschüre wurde in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur sowie der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz herausgegeben.
Die Arbeitshilfe gibt es (für Jugendgruppen kostenlos) bei den BDKJ-Diözesanverbänden in Limburg, Fulda oder Mainz.
Erklärung: Gemeinsam stark gegen Rechtsextremismus
für ein tolerantes und weltoffenes Rheinland-Pfalz
„Die Bekämpfung des Rechtsextremismus in all seinen Erscheinungsformen hat für die Landesregierung hohe Priorität. Sie kann aber nicht allein staatlichen Stellen überlassen bleiben. Erfolgreich ist die Gesamtstrategie des Landes erst dann, wenn sie von möglichst vielen Demokratinnen und Demokraten mitgetragen wird.“ Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei der Unterzeichnung der Erklärung ‚Gemeinsam stark gegen Rechtsextremismus – für ein tolerantes und weltoffenes Rheinland-Pfalz’.
Zu den Erstunterzeichnern gehören neben Ministerpräsident Beck und Innenminister Bruch über 30 Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im rheinland-pfälzischen Landtag, der Religionsgemeinschaften, der Wirtschaft, aus Kultur, aus Sport und ehrenamtlicher Initiativen. „Unser Ziel ist es, ein breites, gesamtgesellschaftlich getragenes Bündnis aufzubauen. Es soll an die bisherigen Maßnahmen anknüpfen und neue Entwicklungen aufnehmen“, erläuterte Ministerpräsident Beck.
komplex.rlp.de
Link zur Kommunikationsplattform gegen Rechtsextremismus www.komplex-rlp.de
netz-gegen-nazis.de
Täglich aktualisierte Informationen über Rechtsextremismus finden Sie unter www.netz-gegen-nazis.de
Opferberatung
Die „Opferberatung Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz“ möchte Betroffenen helfen und sie unterstützen. Kontaktaufnahme unter: Tel. 06131/2877789 od. Mail: opferberatung(at)lsjv.rlp.de
Gedenkstätten-Verein Neustadt an der Weinstraße
Flyer und Link: www.gedenkstaette-neustadt.de
